Im KLAR! Programm können physische (grau, grün, blau), smarte und „softe“ Maßnahmen enthalten sein. Daraus ist ein Maßnahmenpool mit mindestens 10 Maßnahmen für die Umsetzungs- und mindestens 6 Maßnahmen für die Weiterführungsphase zu erstellen. Wesentlich ist, dass die Maßnahmen konkret auf die klimawandelbedingten Herausforderungen (laut Klimainfoblatt, HORA, WISA, Waldbranddaten, etc.) eingehen. Die Maßnahmen sollen ausführlich beschrieben werden. Maßnahmen, die „nach Bedarf“ und unspezifisch formuliert sind, werden seitens der Jury abgelehnt.
Grüne oder blaue Maßnahmen sind Maßnahmen, die die Funktion der Ökosysteme fördern oder wiederherstellen, wie beispielsweise die Schaffung von Retentionsräumen durch die Renaturierung eines Flussabschnittes, oder forstliche Hangsicherungsmaßnahmen. Graue Maßnahmen umfassen bauliche oder technische Maßnahmen, wie etwa die Errichtung eines Trinkwasserbrunnens. Zu den soften Maßnahmen zählen bewusstseinsbildende Aktivitäten oder konzeptive Maßnahmen, wie Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit oder die Erstellung eines Konzepts zu regional relevanten Fragestellungen (beispielsweise Erstellung eines Konzepts zur Sicherung der Trinkwasserversorgung).
Wichtig ist ein ausgewogenes Gesamtkonzept, das idealerweise (aber nicht zwingend) alle drei Maßnahmentypen umfasst. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen muss innerhalb von 2 Jahren (Umsetzungsphase) bzw. 3 Jahren (Weiterführungsphase) möglich sein und die Kriterien der guten Anpassungspraxis müssen erfüllt werden. Die Kriterien der guten Anpassung sind im KLAR! Leitfaden bzw. auf der Website des BMLUK zu finden und zu berücksichtigen. Alle Maßnahmen sind entsprechend der regionalen Herausforderungen und Chancen, die sich durch den Klimawandel ergeben, partizipativ mit den relevanten, regionalen Akteur:innen und Entscheidungstragenden zu entwickeln.
Die Darstellung der Maßnahmen im Konzept muss anhand einer fix vorgegebenen Struktur erfolgen, siehe Struktur Maßnahmenbeschreibung im Konzept.
Nicht unterstützt werden Forschungsarbeiten und die Umsetzung wissenschaftlicher Studien. Dafür ist auf andere Förderprogramme auszuweichen. Eine Kooperation mit Forscher:innen ist jedoch erwünscht.