12.11.2025 – Newsletter-Beiträge – #11/2025

Gemeinschaft der Gemeinschaften

Menschen sitzen in Kinobestuhlung in einem Saal mit Holzdach.

Die KEMs Inn-Hausruck und Inn-Kobernaußerwald veranstalten gemeinsam mit der Energiegruppe der GIESSEREI in Ried im Innkreis das EEG-Forum. Darin vernetzen sich die Energiegemeinschaften der Region, tauschen sich untereinander und mit Expert:innen aus.

In der GIESSEREI ist einiges los. Hier kümmern sich ein Verein und eine Genossenschaft in einer nachhaltig sanierten ehemaligen Zinkgießerei um einen Gastronomiebetrieb und die Nutzung der Büro- und Geschäftsflächen. Im Marktplatz gibt es regionale Produkte zu erstehen und im Weltladen Fairtrade-Produkte. Es wird in Co-Working-Spaces und Reparatur-Cafés gearbeitet, und Bürger:innen beschäftigen sich in Arbeitsgruppen mit konkreten Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit. Ein breit aufgestelltes Veranstaltungsprogramm von Infoabenden bis zum gemeinsamen Singen oder Philosophieren bringt zusätzliches Leben ins Haus.

 

Vom Gründen zum Wachsen. Im Juni 2024 traf sich hier erstmals das EEG-Gründer:innen-Forum, das nun als EEG-Forum weitergeführt wird. „Wir haben regelmäßig 40 bis 60 Teilnehmer:innen im Forum. Standen am Anfang die Basics rund um Gründung, Anmeldung, Mitgliederverwaltung, steuerliche und rechtliche Fragen im Fokus, geht es nun vor allem um den Betrieb und die Weiterentwicklung“, erklärt Stephanie Steinböck, Managerin der KEM Inn-Hausruck. Sie kümmert sich gemeinsam mit ihrer Kollegin Eva Lenger (KEM Inn-Kobernaußerwald) und Bernhard Kronberger um Organisation und Bewerbung des EEG-Forums mit vier Veranstaltungen pro Jahr.

 

Heuer ging es beispielsweise um Kleinwindkraft und zuletzt im Oktober um die Integration von Speichern in Energiegemeinschaften. Das ist netzdienlich und ermöglicht es EEGs, Solarstrom auch zu später Stunde liefern zu können. „Die technischen Lösungen sind oft nicht das Problem, schwieriger ist es, das Vertrauen der (potenziellen) Mitglieder zu gewinnen, zum Beispiel wenn es um sensible Daten wie das WLAN-Password für die Datenübermittlung geht“, spricht Steinböck eine Erkenntnis aus den bisherigen Veranstaltungen an. Bei einem der nächsten EEG-Foren wird es daher voraussichtlich um die Bedürfnisse und das Vertrauen der Mitglieder gehen.

 

Synergieeffekte. Die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch zwischen den Akteur:innen haben bislang gut funktioniert. Dadurch wird die Nutzung von Synergien möglich. Thomas Hochleitner (EEG Haunolding) und Martin Jobst (EEG Ort im Innkreis) stellten zum Beispiel beim Forum im Oktober fest, dass sie bislang unabhängig voneinander an Lösungen für die Integration von Speichern in EEGs und deren netzdienlichem Betrieb gearbeitet hatten. „Dass sich in unserer Region gleich zwei Personen mit ähnlichen Lösungsansätzen beschäftigen, zeigt, wie aktuell und wichtig das Thema Speicher in und für EEGs ist“, meint Hochleitner.

 

Auch das EEG-Faktura-Tool wurde von einigen Mitgliedern empfohlen. Dabei handelt es sich um eine nützliche Ergänzung zu „EEG Faktura“, der 2024 als KEM-Projekt des Jahres ausgezeichneten Mitglieder- und Abrechnungssoftware für Energiegemeinschaften.

 

„Nach eineinhalb Jahren hat sich im Forum eine richtige Gemeinschaft gebildet“, freuen sich Steinböck und Lenger. „Das ist wichtig, da wir bemerkt haben, dass die gleichen Fragestellungen immer wieder auftauchen und man das Rad nicht immer wieder neu erfinden muss.“ Ihre 2022 gestarteten KEMs befinden sich aktuell im ersten Jahr der dreijährigen Weiterführungsphase.

 

 

Weitere Informationen:

EEG Forum

Speicherlösungen/7. EEG-Forum

 

Modellregionen:

KEM Inn-Hausruck

KEM Inn-Kornaußerwald

 

 

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