Die Region ist zunehmend von Hitzeereignissen, Starkregen und längeren Trockenperioden betroffen. Thermalscannerbefliegungen haben ausgeprägte Hitze-Hotspots sichtbar gemacht, insbesondere in den dichter bebauten Talbereichen. Wiederkehrende Starkregenereignisse führen zu Hangwasser- und Überflutungsschäden, auch Eisbruchereignisse treten vermehrt auf. Gleichzeitig zeigen sich Veränderungen in der Vegetation und spürbare Auswirkungen auf die land- und forstwirtschaftliche Bewirtschaftung.
Grat² ist eine klimaresiliente, lebenswerte Region, in der Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels co-kreativ entwickelt und breit mitgetragen werden. Die Region setzt auf den Ausbau grüner und blauer Infrastruktur, klimafitter Gebäude- und Raumgestaltung sowie Bewusstseinsbildung, um auf künftige Entwicklungen vorbereitet zu sein und die Lebensqualität für alle Generationen zu sichern.
Grat² möchte an die erfolgreiche Arbeit der Klima- und Energiemodellregion anschließen und die Region gezielt auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten. Im infrastrukturellen Bereich steht die Anpassung an zunehmende Hitzeinseln und Starkregenereignisse im Fokus – sowohl im Bestand als auch bei Neubauten. Neben kommunalen Maßnahmen in Gebäuden, Grünräumen, Straßen und der Raumplanung sollen auch private Akteur:innen aktiv eingebunden werden: Land- und Forstwirtschaft, Betriebe, Bildungseinrichtungen, Vereine und Haushalte. Die Region strebt eine spürbare Sensibilisierung für klimatische Veränderungen und ein verantwortungsbewusstes Verhalten aller Bevölkerungsgruppen an, mit besonderem Augenmerk auf vulnerable Personen, die von Hitze und Extremwetter besonders betroffen sind.
Die KLAR! Grat² setzt auf die aktive Einbindung aller Akteursgruppen, um eine breite Unterstützung für die geplanten Maßnahmen zu erreichen. Das Maßnahmenbündel soll in den Bereichen Hitze, Wasser, Raum, Gebäude und Bewusstseinsbildung ansetzen. Geplant sind Begrünungs- und Beschattungsprojekte im Siedlungsraum, Entsiegelung und klimaangepasste Gestaltung öffentlicher Plätze und Gebäude sowie Verbesserungen bei Wasserversorgung und Hochwasserschutz. Die Gemeinden gehen im eigenen Wirkungsbereich als Vorbilder voran, während Pionierleistungen von Betrieben, Vereinen, Einrichtungen und Privathaushalten unterstützt und sichtbar gemacht werden. Für unterschiedliche Zielgruppen werden spezifische Informations- und Beratungsangebote geschaffen. In enger Kooperation mit der KEM Grat² werden Synergien zwischen Klimaschutz und Anpassung genutzt und die Umsetzung effizient begleitet.