Die Region ist bereits heute deutlich vom Klimawandel betroffen. Längere Trockenphasen führen zu Wasserknappheit in höher gelegenen Gemeinden, während Starkregenereignisse vermehrt zu lokalen Überschwemmungen und Hangrutschungen führen. Die Wälder leiden unter Schädlingsbefall, insbesondere durch Borkenkäfer, was die Forstwirtschaft stark beeinträchtigt. Die hohe Zahl an Freileitungen macht viele Orte besonders anfällig für strombedingte Ausfälle bei Sturm und Schneelasten. Auch Hitzetage nehmen zu und wirken sich negativ auf die Lebensqualität sowie die Gesundheit vulnerabler Gruppen aus. Diese Veränderungen stellen Umwelt, Infrastruktur und Bevölkerung gleichermaßen vor große Herausforderungen und erfordern dringende Anpassungsmaßnahmen.
Unsere Vision ist eine klimaresiliente Region, die Natur, Wirtschaft und Lebensqualität in Einklang bringt. Durch vorausschauende Planung, starke interkommunale Zusammenarbeit und Einbindung der Bevölkerung wollen wir die Region so gestalten, dass sie auch zukünftigen Generationen ein sicheres, lebenswertes und nachhaltiges Zuhause bietet.
Die KLAR! WEST verfolgt das Ziel, die Region gezielt auf die Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten. Durch interkommunale Zusammenarbeit, innovative Lösungen und die Einbindung lokaler Akteurinnen und Akteure sollen gezielte Maßnahmen umgesetzt werden, die Wasser- und Energieressourcen sichern, Naturgefahren reduzieren und die Lebensqualität steigern. Die Region möchte langfristig klimaresilient, lebenswert und wirtschaftlich zukunftsfit bleiben. Ergebnisse sollen unter anderem eine sichere und sparsame Wasserversorgung, ein wirksames Krisenmanagement, klimafitte Wälder und Siedlungsräume sowie eine sensibilisierte Bevölkerung sein. KLAR! bringt neue Impulse, verstärkt das regionale Miteinander und verankert Klimaanpassung als gemeinsame Aufgabe. Die Gemeinden profitieren von Know-how, Vernetzung, Förderung und einem gestärkten regionalen Selbstverständnis im Umgang mit Klimarisiken.
Geplant sind Maßnahmen zur klimafitten Wasserversorgung wie die Errichtung öffentlicher Trinkwasserbrunnen, Regenwasserrückhalt und der Ausbau des Hochwasserschutzes. In der Forstwirtschaft kommen Käfermonitoring und Beratung für Kleinstwaldbesitzer zur Anwendung. Die Energieversorgung wird durch Notstromkonzepte und Kooperationen mit Feuerwehren krisenfester gemacht. In Siedlungsräumen fördern Entsiegelung und Baumpflanzungen die Klimawandelanpassung. Schulen, Vereine und Pfarren werden aktiv eingebunden, um Umweltbildung und Bewusstsein zu stärken. Ein Kompetenzzentrum „Holz und Klimawandel“ soll als niederschwellige Anlaufstelle dienen. Öffentlichkeitsarbeit, Workshops, Medienkampagnen und Beteiligungsformate begleiten alle Vorhaben und sichern die breite Verankerung in der Bevölkerung.