Der Klimawandel schlägt sich auf unsere Gesundheit nieder. Darüber herrscht in der Medizin wenig Zweifel. Diesmal wurden bei der KLAR!-Fachveranstaltung auch die Belastung und Resilienz von Menschen in Klimaberufen genau unter die Lupe genommen.
Hitze kann sich schnell in Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen äußern. Und Statistiken belegen steigende Zahlen an Hitzetoten. Aber auch für die Psyche ist der Klimawandel eine Herausforderung.
Welche gesundheitlichen Auswirkungen uns durch den Klimawandel konkret erwarten und wie sich Gemeinden vorbereiten können, stand bei der KLAR!-Fachveranstaltung in Millstatt am See unter dem Titel „Gesundheit im Klimawandel: Risiken, Resilienz und regionale Handlungsoptionen“ im Zentrum.
Herausforderung Klimaberuf. Dabei wurde erstmals ein ganz neuer Gesichtspunkt beleuchtet. So hat Ursula Mikosch von der ZUVERSICHTswerkstatt unter dem Titel „Krisen kraftvoll kontern – Resilienz von regional bis individuell“ unter anderem über den ganz persönlichen Druck gesprochen, der in klimarelevanten Berufen entstehen kann, und über die psychische Belastung, die mit verantwortungsvollen Aufgaben oft einhergeht.
„Dabei ging es ganz konkret um die mentale Gesundheit von Personen, die im Themenbereich Klimakrise arbeiten und wie man mit dieser oftmals auch belastenden und frustrierenden Aufgabe umgehen kann. Hier haben sich die KLAR!-Manager:innen natürlich sehr wiedergefunden“, berichtet Lisa Humer, KLAR!-Programm-Managerin beim Klima- und Energiefonds.
Auch bei den weiteren Themen des Events wie „Auswirkungen von Allergien und Starkregen auf die Gesundheit“ oder „neue Pilzerkrankungen durch steigende Temperaturen“ wurde klar: Klimawandel und Gesundheit betreffen uns alle.
„Cool-down-Momente“. Formate zum Mitmachen standen am zweiten Tag auf dem Programm. In parallel stattfindenden Sessions führte Ilonka Horváth, Gesundheit Österreich GmbH, mit den KLAR!-Manager:innen einen Ausschnitt des KLIC-Klimaresilienz-Check Gesundheit durch, während Christian Salmhofer vom Klimabündnis Kärnten die Klima Escape-Box mit den KLAR!-Manager:innen durchspielte.
„Auch das in Kärnten von den KLAR!-Regionen schon vor langer Zeit entstandene Konzept der Cool-down-Places wurde uns noch einmal veranschaulicht – und wie sie mittlerweile auch touristisch erfolgreich vermarktet werden“, erzählt Humer. Die Regionen Millstätter See, Bad Kleinkirchheim und Nockberge bewerben ihre Cool-down-Places auf ihrem Tourismusportal aktiv als trendige „Coolcations“.
Ein Bild vor Ort konnten sich die KLAR!-Manager:innen beim gemeinsamen Besuch im Cool-down-Place Stift Millstatt machen. Beeindruckend sind hier nicht nur die dicken Steinmauern des 1070 als romanisches Benediktinerkloster errichteten Gebäudes, sondern insbesondere auch die tausend Jahre alte Linde im Innenhof. Mit dem Ausflug hatten die Teilnehmer:innen jedenfalls Gelegenheit zum inspirierten Austausch – und für einen ganz persönlichen „Cool-down-Moment“ in anspruchsvollen Zeiten.
Weitere Informationen: