Ihre Mission ist klar, das Ziel genau definiert: Pionierstädte bekennen sich zu Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft und Klimawandelanpassung. Fast 50 Groß- und Kleinstädte in Österreich haben sich dieser Mission bereits angeschlossen. Die aktuelle Ausschreibung läuft bis Mitte September.
Gefördert vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und in Kooperation mit dem Klima- und Energiefonds entwickeln Pionierstädte innovative Umsetzungsprojekte und Konzepte, betreiben praxisrelevante Forschung und realisieren klimafitte Stadtquartiere.Teilnehmende Großstädte (über 50.000 Einwohner:innen) gingen und gehen eine öffentlich-öffentliche Kooperation (ÖÖK) mit dem BMIMI zur Klimaneutralität ein – und im Rahmen der aktuellen Ausschreibung zusätzlich mit dem Klima- und Energiefonds zur Klimawandelanpassung. Klein- und Mittelstädte (ab 10.000 Einwohner:innen) verpflicheten sich in einer ÖÖK mit dem Klima- und Energiefonds, Klimaneutralität, Klimawandelanpassung und Kreislaufwirtschaft beschleunigt zu erreichen.
Mehrwert. Die ersten Pionierstädte haben 2021 mit der Erstellung ihrer Klimaneutralitätsfahrpläne begonnen. Insgesamt repräsentieren die gegenwärtigen Pionierstädte immerhin rund 40 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Diese profitiert direkt von Projekten, wie begrünten Plätzen, Straßen oder Fassaden, höherer Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, Sanierungsprojekten und Quartiersentwicklung, Dekarbonisierung der Energieversorgung und einem besseren Angebot für aktiv mobile Menschen.
Auch ökonomisch schafft Klimaneutralität einen Mehrwert. So wurden im Rahmen des Programms bereits mehr als 50 neue Stellen in den teilnehmenden Städten geschaffen und mit Fachpersonal besetzt. Dass Forschung und Innovation große Wertschöpfung anstoßen können, ist unumstritten.
Maßgeschneiderte Lösungen. Ob Groß- oder Kleinstadt, die Maßnahmenpakete sind vielfältig. Beginnend mit einem individuellen Klimaneutralitätsfahrplan, über Mobilitätskonzepte bis zu Forschungs- und Demonstrationsprojekten, entwickeln Pionierstädte maßgeschneiderte Lösungen für ihren Weg zur Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft und Klimawandelanpassung.
Gleichzeitig bietet das Programm Möglichkeiten zu Austausch und Vernetzung. So entstehen wertvolle Synergien und wichtige Learnings. Auch international reüssieren österreichische Pionierstädte, wie zum Beispiel zuletzt bei der Urban Future Global Conference, bei der im März sieben große und kleinere österreichische Pionierstädte ihre Konzepte vor internationalem Fachpublikum präsentieren durften.
Umfassende Begleitung. Auf dem Weg zur Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft und Klimawandelanpassung werden die Städte nicht allein gelassen. Der Begleitprozess des Förderprogramms umfasst die Aktivierung von Lernumgebungen und Unterstützung des Wissenstransfers, die Entwicklung und Erarbeitung von Indikatoren zur Wirkungsmessung, Identifikation und Erarbeitung von Lösungsbausteinen sowie Unterstützung bei Treibhausgasbilanzierungen.
Um eine Pionierstadt zu werden, ist ein integrierter Ansatz gefordert, der unterschiedliche Dimensionen adressiert: Klimaschutz, Klimawandelanpassung, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Energieversorgung, nachhaltige Mobilität, Biodiversität und Bodenschutz, Ressourcenschonung und hohe baukulturelle Qualität, Green Finance sowie sozial inklusive Transformationsprozesse und – last but not least – die Stärkung der regionalen Wirtschaft.
Weitere Informationen:
Ausschreibung „Partnerschaft für zukunftsfähige Klein- und Mittelstädte 2026“
Ausschreibung „Partnerschaft für zukunftsfitte Großstädte 2026“
Die Mission „Klimaneutrale Stadt“
Überblick über alle Pionierstädte
Mission Klimaneutrale Stadt – Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt 2026